ABG | Julia Heinrich Photography





Allgemeine Geschäftsbedingungen für Fotografen (AGB/BFF)
1 Geltung der Geschäftsbedingungen
1.1 Die Produktion von Bildern und die Erteilung von Bildlizenzen erfolgt
ausschließlich auf der Grundlage nachstehender Geschäftsbedingungen.
Diese Bedingungen gelten auch für alle künftigen Produktions- und Lizenzver-
träge, sofern nicht ausdrücklich abweichende Regelungen vereinbart werden.
1.2 Geschäftsbedingungen des Auftraggebers, die von den nachstehenden
Bedingungen abweichen, werden nicht anerkannt. Solche abweichenden
Geschäftsbedingungen werden auch dann nicht Vertragsinhalt, wenn der
Fotograf ihnen nicht ausdrücklich widerspricht.
2 Produktionsaufträge
2.1 Kostenvoranschläge des Fotografen sind unverbindlich. Kostenerhöhun-
gen braucht der Fotograf nur anzuzeigen, wenn eine Überschreitung der
ursprünglich veranschlagten Gesamtkosten um mehr als 15 Prozent zu erwar-
ten ist.
2.2 Bei Personenaufnahmen und bei Aufnahmen von Objekten, an denen
fremde Urheberrechte, Eigentumsrechte oder sonstige Rechte Dritter beste-
hen, ist der Auftraggeber verpflichtet, die für die Anfertigung und Nutzung der
Bilder erforderliche Zustimmung der abgebildeten Personen und der Rechts-
inhaber einzuholen. Der Auftraggeber hat den Fotografen von Ersatzansprü-
chen Dritter freizustellen, die aus der Verletzung dieser Pflicht resultieren. Die
Freistellungsverpflichtung entfällt, sofern der Auftraggeber nachweist, dass ihn
kein Verschulden trifft.
Die vorstehende Regelung gilt auch dann, wenn der Fotograf die aufzuneh-
menden Personen oder Objekte selbst auswählt, sofern er den Auftraggeber
so rechtzeitig über die getroffene Auswahl informiert, dass dieser die notwen-
digen Zustimmungserklärungen einholen oder andere geeignete Personen
bzw. Objekte für die Aufnahmearbeiten auswählen und zur Verfügung stellen
kann.
2.3 Muss bei der Auftragsabwicklung die Leistung eines Dritten in Anspruch
genommen oder ein sonstiger Vertrag mit Dritten abgeschlossen werden, ist
der Fotograf bevollmächtigt, die entsprechenden Verpflichtungen im Namen
und für Rechnung des Auftraggebers einzugehen.
2.4 Der Fotograf wählt die Bilder aus, die er dem Auftraggeber bei Abschluss
der Produktion zur Abnahme vorlegt. Nutzungsrechte werden unter der Vor-
aussetzung vollständiger Zahlung (3.4) nur an den Bildern eingeräumt, die der
Auftraggeber als vertragsgemäß abnimmt.
3 Produktionshonorar/Vergütung und Nebenkosten
3.1 Wird die für die Aufnahmearbeiten vorgesehene Zeit aus Gründen, die
der Fotograf nicht zu vertreten hat, wesentlich überschritten, so ist ein verein-
bartes Pauschalhonorar entsprechend zu erhöhen. Ist ein Zeithonorar verein-
bart, so erhält der Fotograf auch für die Zeit, um die sich die Aufnahmearbei-
ten verlängern, den vereinbarten Stunden- oder Tagessatz.
3.2 Der Auftraggeber hat zusätzlich zu dem geschuldeten Honorar die Ne-
benkosten zu erstatten, die dem Fotografen im Zusammenhang mit der Auf-
tragsdurchführung entstehen (z.B. für Filmmaterial, digitale Bildbearbeitung,
Fotomodelle, Reisen).
3.3 Das Produktionshonorar ist spätestens bei Ablieferung der Bilder fällig.

Das vereinbarte Honorar wird entweder per Vorauskasse oder am Tag der Übergabe des
Bildmaterials in bar entrichtet.
3.4 Wird eine Bildproduktion in Teilen abgeliefert, ist das entsprechende Teilhonorarjeweils
bei Ablieferung eines Teiles fällig. Erstreckt sich die Ausführung eines Auf-
trags über einen längeren Zeitraum, kann der Fotograf Abschlagszahlungen
entsprechend dem erbrachten Arbeitsaufwand verlangen.
3.5 Die urheberrechtlichen Nutzungsrechte erwirbt der Auftraggeber erst mit
der vollständigen Bezahlung des Honorars und der Erstattung sämtlicher
Nebenkosten.
3.6 Für die Herstellung der Lichtbilder ist die zum Zeitpunkt der Auftragserteilung
gültige Preisliste maßgebend. Für dort nicht aufgeführte Leistungen wird ein Honorar
als Stundensatz, Tagessatz oder eine vereinbarte Pauschale vereinbart.
4 Nutzungsrechte

4.1 Der Auftraggeber erwirbt an den Bildern nur Nutzungsrechte in dem
vertraglich festgelegten Umfang. Eigentumsrechte werden nicht übertragen.
Ungeachtet des Umfangs der im Einzelfall eingeräumten Nutzungsrechte
bleibt der Fotograf berechtigt, die Bilder im Rahmen seiner Eigenwerbung zu
verwenden.
4.2 Die Einräumung und Übertragung der vom Auftraggeber erworbenen
Nutzungsrechte an Dritte, auch an andere Redaktionen eines Verlags, bedarf
der schriftlichen Zustimmung des Fotografen.
4.3 Eine Nutzung der Bilder ist grundsätzlich nur in der Originalfassung
zulässig. Jede Änderung oder Umgestaltung (z.B. Montage, fototechnische
Verfremdung, Colorierung) und jede Veränderung bei der Bildwiedergabe
(z.B. Veröffentlichung in Ausschnitten) bedarf der vorherigen Zustimmung des
Fotografen. Hiervon ausgenommen ist lediglich die Beseitigung ungewollter
Unschärfen oder farblicher Schwächen mittels elektronischer Retusche.
4.4 Bei jeder Bildveröffentlichung ist der Fotograf als Urheber zu benennen.
Die Benennung muss beim Bild erfolgen.
5 Digitale Bildverarbeitung
5.1 Die Digitalisierung analoger Bilder und die Weitergabe von digitalen
Bildern im Wege der Datenfernübertragung oder auf Datenträgern ist nur
zulässig, soweit die Ausübung der eingeräumten Nutzungsrechte diese Form
der Vervielfältigung und Verbreitung erfordert.
5.2 Bilddaten dürfen nur für die eigenen Zwecke des Auftraggebers und nur
für die Dauer des Nutzungsrechts digital archiviert werden. Die Speicherung
der Bilddaten in Online-Datenbanken oder sonstigen digitalen Archiven, die
Dritten zugänglich sind, bedarf einer gesonderten Vereinbarung zwischen dem
Fotografen und dem Auftraggeber.
5.3 Bei der digitalen Erfassung der Bilder muss der Name des Fotografen mit
den Bilddaten elektronisch verknüpft werden. Der Auftraggeber hat außerdem
durch geeignete technische Vorkehrungen sicherzustellen, dass diese Ver-
knüpfung bei jeder Datenübermittlung, bei der Übertragung der Bilddaten auf
andere Datenträger, bei der Wiedergabe auf einem Bildschirm sowie bei jeder
öffentlichen Wiedergabe erhalten bleibt und der Fotograf jederzeit als Urheber
der Bilder identifiziert werden kann.
6 Haftung und Schadensersatz
6.1 Nach Beendigung eines Auftrages (nach Übergabe des Bildmaterials) ist
Fotografie Julia Heinrich-Oppermann nicht verpflichtet, das Bildmaterial
in jeglicher Form zu speichern. Die Daten werden nach zwei Wochen aus der
Datenbank gelöscht.
6.2 Zur Wahrung der Urheberrechte behält sich Fotografie
Julia Heinrich-Oppermann vor, die Fotos in Ausnahmen auch länger aufzubewahren.
6.3. Der Fotograf haftet für die Lichtbeständigkeit und Dauerhaftigkeit der
Lichtbilder nur im Rahmen der Garantieleistungen der Hersteller des
Fotomaterials. Er haftet nicht für Schäden, die durch die unsachgemäße
Behandlung der Lichtbilder entstehen.
6.4 Der Fotograf ist berechtigt, Fremdlabors zu beauftragen. Er haftet nur für
eigenes Verschulden und nur für vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten.
Ein über den Materialwert hinausgehender Schadensersatz ist ausgeschlossen.
6.5. Die Versendung von Filmen, Lichtbildern und Vorlagen erfolgt auf Kosten
und Gefahr des Auftraggebers.
6.6. Beanstandungen, gleich welcher Art, sind nur am Tag der Übergabe der
Lichtbilder möglich. Danach gelten die Lichtbilder als mangelfrei angenommen.
6.7 Der Fotograf haftet nur für Schäden, die er selbst oder seine Erfüllungs-
gehilfen vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeiführen. Davon ausgenommen
sind Schäden aus der Verletzung einer Vertragspflicht, die für die Erreichung
des Vertragszwecks von wesentlicher Bedeutung ist (Kardinalpflicht), sowie
Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit,
für die der Fotograf auch bei leichter Fahrlässigkeit haftet.
6.8 Der Fotograf übernimmt keine Haftung für die Art der Nutzung seiner
Bilder. Insbesondere haftet er nicht für die wettbewerbs- und markenrechtliche
Zulässigkeit der Nutzung.
6.9 Ansprüche des Auftraggebers, die sich aus einer Pflichtverletzung des
Fotografen oder seiner Erfüllungsgehilfen ergeben, verjähren ein Jahr nach
dem gesetzlichen Verjährungsbeginn. Davon ausgenommen sind Schadens-
ersatzansprüche, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtver-
letzung des Fotografen oder seiner Erfüllungsgehilfen beruhen, und Scha-
densersatzansprüche wegen Verletzung des Lebens, des Körpers oder der
Gesundheit, auch soweit sie auf einer leicht fahrlässigen Pflichtverletzung des
Fotografen oder seiner Erfüllungsgehilfen beruhen; für diese Schadensersatz-
ansprüche gelten die gesetzlichen Verjährungsfristen.
6.10 Die Zusendung und Rücksendung von Bildern erfolgt auf Gefahr und für
Rechnung des Auftraggebers.
6.11 Gehen analoge Bilder im Risikobereich des Auftraggebers verloren oder
werden solche Bilder in einem Zustand zurückgegeben, der eine weitere
Verwendung nach den üblichen Gepflogenheiten ausschließt, hat der Auftrag-
geber Schadensersatz zu leisten. Der Fotograf ist in diesem Fall berechtigt,
mindestens Schadensersatz in Höhe von 1.000 € für jedes Original und von
200 € für jedes Duplikat zu verlangen, sofern nicht der Auftraggeber nach-
weist, dass ein Schaden überhaupt nicht entstanden oder wesentlich niedriger
ist als die geforderte Schadenspauschale. Die Geltendmachung eines höhe-
ren Schadensersatzanspruchs bleibt dem Fotografen vorbehalten.
6.12 Bei unberechtigter Nutzung, Veränderung, Umgestaltung oder Weiterga-
be eines Bildes ist der Fotograf berechtigt, eine Vertragsstrafe in Höhe des
fünffachen vereinbarten oder, mangels Vereinbarung, des fünffachen üblichen
Nutzungshonorars zu fordern, mindestens jedoch 500 € pro Bild und Einzel-
fall. Die Geltendmachung eines weitergehenden Schadensersatzanspruchs
bleibt hiervon unberührt.
6.13 Unterbleibt bei einer Bildveröffentlichung die Benennung des Fotografen
(5.4) oder wird der Name des Fotografen mit dem digitalen Bild nicht dauer-
haft verknüpft (6.3), hat der Auftraggeber eine Vertragsstrafe in Höhe von
100 Prozent des vereinbarten oder, mangels Vereinbarung, des üblichen
Nutzungshonorars zu zahlen, mindestens jedoch 200 € pro Bild und Einzelfall.
Dem Fotografen bleibt auch insoweit die Geltendmachung eines weitergehen-
den Schadensersatzanspruchs vorbehalten.
6.14 Storniert der Auftraggeber die Fotografenbuchung aus welchem Grund auch
immer, steht dem Fotografen ein Ausfallhonorar zu. Dies wird wie folgt berechnet:
Storno 7 bis 31 Tage vor dem gebuchten Termin 30%, 3 bis 7 Tage vor dem
gebuchten Termin 50 %, ab 2 Tagen 100 % der vereinbarten Gesamtsumme,
auch wenn noch keine Anzahlung geleistet wurde. Kosten für Zusatzbestellungen
wie z. B. Studioräume, Visagisten usw. werden zusätzlich berechnet, unabhängig
von der Stornogebühr des Fotografen.
7 Leistungsstörung
7.1 Reklamationen bezüglich der Bildauffassung sowie der künstlerisch-technischen
Gestaltung sind ausgeschlossen. Dem Auftraggeber ist der Stil des Fotografen bekannt.
Wünscht der Auftraggeber während oder nach der Aufnahmeproduktion Änderungen,
so hat er die Mehrkosten zu tragen. Der Fotograf behält den Vergütungsanspruch für
bereits begonnene Arbeiten.
7.2 Verzögert sich die Durchführung des Auftrages aus Gründen, die der Auftraggeber
zu vertreten hat, oder infolge von höherer Gewalt oder Witterungseinflüssen, so kann
der Fotograf eine angemessene Erhöhung des Honorars verlangen. Bei Vorsatz oder
grober Fahrlässigkeit des Auftraggebers kann er auch Schadensersatzansprüche geltend
machen.
8 Mehrwertsteuer, Künstlersozialabgabe
Zu den vom Auftraggeber zu zahlenden Honoraren, Gebühren und Kosten
kommt die Mehrwertsteuer und die Künstlersozialabgabe, die bei dem Foto-
grafen eventuell für Fremdleistungen anfällt, in der jeweiligen gesetzlichen
Höhe hinzu.
9 Statut und Gerichtsstand
9.1 Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.
9.2 Für den Fall, dass der Auftraggeber keinen allgemeinen Gerichtsstand in
der Bundesrepublik Deutschland hat oder seinen Sitz oder gewöhnlichen
Aufenthalt nach Vertragsabschluss ins Ausland verlegt, wird der Wohnsitz des
Fotografen als Gerichtsstand vereinbart.